Kommerzialisiert sich der Fußball zu Tode?
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Kommerzialisiert sich der Fußball zu Tode?

In unserer Themenwoche haben wir in Interviews, Analysen und Kommentaren einen kritischen Blick auf das Thema "Fußball und Kommerz" geworfen. Jetzt möchten wir in unserer heutigen t-online.de-Debatte wissen, wie Sie dazu stehen.

  • Liebe Leser,

    herzlichen Dank für die rege Teilnahme an unserer Debatte zum Thema "Fußball und Kommerz"! .

    Es haben uns viele konstruktive Beiträge erreicht - die Diskussion mit Ihnen hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht! Es tut uns leid, falls Ihr persönlicher Beitrag nicht veröffentlicht werden konnte.

    Diese Punkte waren Ihnen bisher besonders wichtig:

    - "Geld regiert die Welt" - die meisten Leser pflegen eine nüchterne Betrachtungsweise
    - Die Omnipräsenz des Fußballs in TV und Gesellschaft wird kritisch wahrgenommen
    - Bedingt durch diese Allgegenwart des Fußballs sehen viele User die Gefahr, dass der Fußball langfristig an Relevanz verliert
    - Konsenz herrscht in der Frage, dass Fußballer im Vergleich zu anderen Berufsgruppen deutlich zu viel verdienen
    - Generelle Übereinstimmung gibt es auch in der Frage, dass die Gehälter der Top-Profis ohnehin zu hoch sind

    Auf dieser Seite können Sie die Debatte noch einmal nachlesen.

    Vielen Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal! Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag

    Jan Vogel und Johann Schicklinski

  • Der "Zeuge_Yeboahs" sieht das ganz nüchtern! Aber das heißt noch lange nicht, dass man das auch gutheißen muss!

    Geld regiert nunmal die Welt! Auch im Profifußball ist das nicht anders - und es wird immer schlimmer ...Zeuge_Yeboahsum 11:06

  • Das der DFB ein Kapitalunternehmen ist liegt ja auch irgendwie an uns Zuschauern. Wir unterstützen das alles ja dadurch, das wir die Spiele im Fernsehen schauen oder ins Stadion fahren.BastiMittwoch, 15. Juli 2015 am 11:08

    Was Leser "Basti" sagt, ist ein ganz wichtiger Punkt, auf den wir später nochmal genauer eingehen möchten.

    Aber könnte der DFB nicht auch eine regulierende Rolle einnehmen? Als gemeinnütziger Verband ist er ja nicht den gleichen Mechanismen unterworfen wie ein Sponsor, der Getränke oder Smartphones verkaufen will.
  • Können Sie mit Begriffen wie "Merchandising, Marketing, Socialtainment" etwas anfangen? Für viele Klub-Verantwortliche sind das Schlagworte, die immer wichtiger werden! 

    Ich bin da Traditionalist! Für mich reicht bei einem Fußballspiel ein Bier und eine Bratwurst! Rahmenprogramm brauche ich nicht!
    von Johann Schicklinski bearbeitet von Jan Vogel 7/15/2015 9:11:43 AM
  • "Bernd Langbehn" hat recht - der alte Spruch "Elf Freunde müsst ihr sein" gilt wohl schon lange nicht mehr!

    Selbst in der Kreisliga wird Geld bezahltBernd Langbehnum 11:10
  • In die gleiche Richtung wie der User "Hockey" geht auch der Leser "Grenze". Klar ist, dass Angebot und Nachfrage die Preise bzw. Gehälter bestimmen.
    Was da für Summen für einen Spieler fließen ist nicht mehr normal. Aber wir unterstützen das ja alles.Grenzeum 11:09
  • Der Leser "Hockey" findet Fußball überbewertet. Ich kümmere mich ja beruflich darum - und muss ihm doch teilweise recht geben. Es ist und bleibt auch für mich "die schönste Nebensache der Welt"! Nicht mehr - aber auch nicht weniger!
    Fußball wird überbewertet. Und unsere Bevölkerung wird ja auch irgendwie manipuliert dadurch. In den Medien kommt ja nur noch Fußball. Und so kennen viele nichts anderes bzw. keine anderen Sportarten. Und dadurch erhält Fußball soviel Unterstützung und der DFB Geld.Hockeyum 11:11

    von Johann Schicklinski bearbeitet von Jan Vogel 7/15/2015 9:16:30 AM
  • Dass wir das gesamte Jahr über mit Fußball zugeschüttet werden, ist durchaus ein bedrohlicher Zustand. Da stimme ich Leser "Hockey" zu. Sehen heranwachsende Kinder im Fernsehen nur Fußball, ist der Nachwuchs in anderen Sportarten extrem gefährdet.

    Tennis läuft kaum noch im frei empfangbaren TV, von Hockey, Wasserball oder Basketball oder Tischtennis sieht die deutsche Bevölkerung ebenfalls kaum. Wie können Kinder so für andere Sportarten begeistert werden?
  • Und noch mehr kritische Stimmen! "Michi" findet, dass der Sport Fußball sich wegen des Geldes und der damit verbundenen Omnipräsenz in TV und Gesellschaft in die falsche Richtung entwickelt.
    Ich gewöhne mir gerade das Fussball-schauen ab. Es geht nur noch um unsummen von Geld. Egal ob bei der Vergabe von großen Veranstaltungen oder beim "Verkauf" von Spielern. Wo Geld verdient werden kann wird in unserer Gesellschaft das Geld im Mittelpunkt stehen. Leider eine sehr traurige Entwicklung.Michium 11:14
  • Sehen Sie das auch so wie "Morff"? Werden die Haushaltsabgaben für die öffentlich-rechtlichen Anstalten zu stark für Fußball aufgewendet? Sollte man die TV-Abgaben anders aufteilen? Also mehr Geld für "Randsportarten" ausgeben, um sie zu fördern?

    Ich bin an Fußball weniger interessiert, ärgere mich aber, daß ich über die Zwangsabgabe an die GEZ-Nachfolger die Millionäre finanziere.Morffum 11:18

  • "Klaus" findet, dass wir als mündige Konsumenten es in der eigenen Hand haben, der Allgegenwart des Fußballs entgegenzutreten. 
    Nein Geld macht den Fußball nicht kaputt, es sind die Menschen die dahinter stehen. Manager, Berater...Letzten Endes entscheidet jeder selbst, ob er da mitmacht oder nicht...es wird keiner gezwungen ein Ticket zu kaufenKlausum 11:19
  • Die Menschen werden egoistischer, das fördert den Kommerz, meint "Rainer" als Reaktion zum Beitrag von "Michi".

    @Michi. Ich muss ihm da recht geben. Wenn wir unsere Gesellschaft aber anschauen, zahlen die Leute doch lieber € 50 im Monat für ein Fitnessstudio als bei einem Verein € 80 im Jahr und dafür noch ein paar Stunden ehrenamtliche Tätigkeit ableisten. Wir wurden immer egoistischer in den vergangenen Jahren und das fördert den Kommerz.Rainerum 11:23

  • "U. Schweitzer" gibt zu Bedenken, dass auch Kinder in das Thema involviert sind - und zwar unfreiwillig.

    So ist das wenn "schlaue" Leute fest stellen wie Geld von der Masse zu holen ist. WM 2014 und die Klebebildchen als Beispiel. Kinder werden geködert, die ihre Eltern dann anbetteln. Der ganze Spass kostet ein Heiden Geld. Dann noch das Trikot und Fanutensilien. Ja es ist reiner Kommerz.U.Schweitzerum 11:27

  • "Die Mannschaft" vor dem Bus des Sponsoren. (Foto: imago)

  • #Die Mannschaft. Unter diesem Marketing-Namen firmiert mittlerweile die deutsche Nationalmannschaft! Ohnehin ist die DFB-Elf fest in den Händen ihrer Werbepartner, meint "Werder"!
    Auf unserem Nationalmannschaftstrikot steht heute Mercedes und nicht mehr Deutschland! Das sagt ja wohl alles!Werderum 11:23
    von Johann Schicklinski bearbeitet von Jan Vogel 7/15/2015 9:30:27 AM
  • Meine Meinung: Ich werde mich nicht daran gewöhnen (wollen), unsere Nationalmannschaft als "#Die Mannschaft" zu bezeichnen! Für mich ein seelenloser Name und ein reiner Marketing-Claim!
  • Jetzt auch eine eigene Marke: die deutsche Nationalmannschaft. (Foto: imago)

    "Die Mannschaft": Kommerzialisiert sich der Fußball zu Tode?


    Merchandising, Marketing, Socialtainment: Dies sind nur einige wenige Begriffe, mit denen der Fußball im Jahr 2015 in Verbindung steht. Für unseren Autor Jörg Runde war das Länderspiel gegen die USA der Inbegriff eines grausigen "Events". Eintrittspreise zwischen 45 und 100 Euro, Sponsorenshow statt Klassefußball und mit "Die Mannschaft" nun auch noch ein eigener Markenname, eingeführt zu großen Teilen vom Manager Oliver Bierhoff. 


    Einer unserer Leser schrieb uns in dieser Woche:

    Der DFB ist ein Kapitalunternehmen und der Sport ist mehr oder weniger zur Nebensache geworden, es zählen nur noch die Einnahmen aus den Unternehmen, Werbungen, Fanbeiträge usw.!

    Was glauben Sie, wo das Problem liegt? Oder gibt es vielleicht gar keinen Grund zur Sorge?
  • Geht es Ihnen ähnlich wie Leser "Aroi"? Sind Sie auch langsam gelangweilt vom vielen Fußball-Bohei?

    Der Fußball sendet und kommerzialisert sich gerade tot ... und bewegt sich auf das "Spannungs" - Niveau einer Formel 1 zu !Aroium 11:37

  • Der Leser "SL676" setzt dem Standpunkt von "Aroi" eine konträre Meinung entgegen!
    Fussball ist sicher ein Sport, aber in allererster Linie eine Show, eine Unterhaltungsveranstaltung eher in der Tradition Brot und Spiele. Ich finde deshalb macht Geld den Fußball nicht kaputt sondern bestimmt die Show und ich finde, man sollte dies akzeptieren und nicht ständig von Traditions- und Retortenvereinen (wie z. B. Hoffenheim) unterscheiden. Beide sind Teil einer Show und wer dies am Besten begreift, der wird erfolgreich sein und Geld verdienen.SL676um 11:12
    von Johann Schicklinski bearbeitet von Jan Vogel 7/15/2015 9:40:51 AM
  • Ein anderer Leser übt deutliche Kritik am DFB. Er fragt berechtigterweise: Warum muss der Verband für ein solch unwichtiges Testspiel derart hohe Summen verlangen?

    Der Markt regelt Angebot und Nachfrage von selbst. Wenn Leute 100,- € für den Kick gg USA bezahlen, dann wird es auch weiterhin Tickets zu diesem Preis geben. Dem DFB würde es aber mal gut zu Gesicht stehen, wenn er für solch ein Spiel vergünstigte Tickets anbieten würde bzw. Kinder umsonst rein könnten. So als kleines Dankeschön für die Unterstützung auf dem Weg zum WM Titelleserum 11:38

  • Ein Thema, dass viele von Ihnen schon angesprochen haben, sind die TV-Übertragungen, speziell im Pay-TV bei Sky.

    Es wird zwar keiner gezwungen, SKY zu abonnieren oder 50 € für ein Spiel zu bezahlen, gleichwohl ist dann der Sport des "Kleinen Mannes" gestorben. Die Spieler nehmen, was sie kriegen können. Das Ganze geht nicht mehr lange gut angesichts des ansteigenden sozialen Gefälles in der Bevölkerung.Kajo2000um 11:30

    In dieser Woche haben wir auch mit einem Kneipenwirt gesprochen, denn jene betrifft das ganz besonders. Die Kosten sind explodiert und kaum noch zu refinanzieren.

    Die Folge: In der Bar wird es teurer, Alternative ist die Anschaffung eines Sky-Abos, wenn man Fußball live sehen will. Wieviel sind Sie bereit, dafür auszugeben? Oder vergrault die Bundesliga die Fans?
  • Leser "bebo" beschwert sich, dass man beim Fußballschauen permanent mit Werbung überschüttet wird.

    Das hat alles nichts mehr mit dem Sport zu tun. Es geht nur, und nur um den Gewinn! Diese Gesellschaft ist so krank!!! Ganz schlimm finde ich die Werbung, jede freie Millisekunde für einen Spot, der bestimmt nicht billig ist. Geld, Geld, Geld immer mehr! Ich persönlich habe damit abgeschlossen, kein Fussball, kein Boxen etc. Ich würde auch nie ein Produkt kaufen was mir 100X am Tag um die Uhren gehauen wird (aus Prinzip nicht)beboum 11:45

    Leser "Rainer" hat hierzu eine etwas differenziertere Meinung, die wir auch gerne veröffentlichen. Er hat die Kommerzialisierung des Sports bis zu einem bestimmten Punkt akzeptiert:

    In Europa ist es der Fußball, in den USA Football bzw. Basketball. Die Zeiten haben sich leider dahingehend geändert. Unsere Leidenschaft Fussball hat einfach mit Emotionen zu tun und das wird natürlich von jedem Unternehmen genutzt um selber mehr Umsatz generieren zu können. Da müsste schon ein extremes Umdenken in der gesamten Gesellschaft stattfinden, was schwer sein wird. Wir sind nun einmal für die Werbungen empfänglich. Solange die Unternehmen, welche auf Fußball als Werbeträger setzen auch hinter dem Sport stehen, ist das ja noch bis zu einem gewissen Rahmen vertretbar. Wenn aber irgendwelche Scheichs, Mafiosis oder ähnliches, die mit Fußball gar nichts am Hut haben und nur da einsteigen, weil sie nicht wissen was sie mit ihrem Geld machen sollen ist das traurigRainerum 11:13

  • Auch "Wossi" sieht es sehr kritisch, welche Blüten die Kommerzialisierung treibt!
    Hallo! Ja, es ist traurig, dass einzig und allein Geld den Fußballalltag bestimmt. Angefangen von aberwitzigen Anstoßzeiten und komplett zerrissenen Spieltagen bis natürlich hin zu den irren Eintrittspreisen. Die Gründe sind sicherlich vielschichtig. Aber ich denke, dass ein junger talentierter Fußballer nicht mit 18 Jahren bereits Millionen verdienen muss. Und die Bosse der Verbände, die oft große Selbstdarsteller sind, scheffeln sich die Taschen voll. Ein Umdenken sollte auch hier im Fußball, wie übrigens in der gesamten Gesellschaft, dringend stattfinden. Kümmert Euch mehr um die Fußballfans und dass die Freude am Spiel auch bei den Akteuren wieder Einzug hält! Ach wie war das schön, als man alle Spiele noch am Sonnabendnachmittag verfolgen konnte. Sport frei!WOSSIum 11:41

  • "Stefan77" findet zum Thema Pay-TV: Einfach nicht kaufen!

    So lange die Leute bereit sind die Preise zu bezahlen, so lange wird sich die Spirale weiterdrehen. Wenn sich Pay TV Abos und Merchandising nicht mehr wie gewünscht verkaufen ist ganz schnell Schluss mit den horrenden Sponsoring GeldernStefan77um 11:42

  • Meine Meinung: Ich war früher ein großer Fan der ARD-Sportschau und der ZDF-Sportreportage. Mich haben auch immer noch die anderen Sportarten außer Fußball interessiert. Ich finde die Entwicklung, dass alle anderen Sportarten ein bißchen untergehen neben dem Fußball, deshalb auch schade
  • Stellvertretend hier die Beiträge von "Ronny" und "Frank van Strijthagen": Sehr viele von Ihnen sind der Meinung, dass ein Umdenken stattfinden muss. Das dürfte aber schwer sein, oder?

    Die Perversität der Kommerzialisierung zeigt doch schon der neue TV Vertrag in der Premier League! Es ist eine absolute Schande mit welchen Summen hier für Fussbalspiele gehandelt wird....haben andere Sportarten nicht auch Aufmerksamkeit verdient? Ich bin leidenschaftlicher Fussballfan, aber dieser Kommerz ist nicht mehr zu ertragen (TV, Werbung, Gehälter, Ticketpreise). Es sollte dringend ein Umdenken stattfinden, aber die Fussballmillionäre können anscheinend nicht genug bekommen....Ronnyum 12:04

    Für der Fußball ist ein vollständiger Neuanfang mehr als notwendig. Transfersummen von über 100 Millionen Euro, Gehälter von inzwischen weit mehr als 10 Millionen Euro... bei kleine Vereinen immer mehr dann 1 Million. Dass soll beendet werden. Die Gehälter sollen wieder normal sein... max. 1 Million pro Jahr, denn dann entsteht auch wieder Freude für alle... auch Spiel und Vereins Freude/Liebe. Und die Mehrheit der Normalverdiener und viele Sozialbenachteiligten werden sagen. Schön... so können wir uns auch wieder mal ein Ticket leisten. Auch sie die der Tafel abhängig geworden sind.Frank van Strijthagenum 12:03

  • "Rainer" beteiligt sich weiter rege und fasst die erste Stunde unserer Debatte gut zusammen. Viele von Ihnen stören sich am Geld, dass mittlerweile die Sportart Fußball dominiert. Rhetorische Frage: Was würden Sie in der Lage eines Profis/eines Klub-Verantwortlichen o.ä. tun?
    Es ist doch interessant wie Emotional hier diskutiert wird. "so lange die Leute das bezahlen...", "Die Gesellschaft ist krank...", "die Spieler nehmen was sie kriegen können..." usw. Ich denke mal keiner von uns würde das Gehalt eines Fußballprofis ablehnen, wenn er an dessen Stelle wäre. Es ist sicherlich auch richtig, dass die Gesellschaft krank ist, aber komischerweise nur die anderen in der Gesellschaft, ich selber bin da ja außen vor. :-) Wir sollten uns alle etwas mehr mit uns selber beschäftigen. Was ist denn wirklich wichtig? Genießt einfach die Sportart die ihr liebt, ob Fußball, Handball, Hockey, Leichtathletik.....Rainerum 12:04

    von Johann Schicklinski bearbeitet von Jan Vogel 7/15/2015 10:10:14 AM
  • Was in den Kommentaren immer wieder auftaucht ist der Vergleich zu anderen Berufen: Ärzte, Erzieher, Bäcker, Otto Normalverdiener.  Etliche Leser sind der Meinung, dass die Verdienste der Fußballprofis in keinem Verhältnis zu deren Einkommen stehen.

    "
    Xovomir" hat da beispielsweise eine ziemlich klare Meinung und spricht gar von "unnützer Balltreterei":

    Das, was Fußballer an Geld bekommen, ist abartig, hat keine Rechtfertigung, steht in keinem Verhältnis zur Leistung. Jeder Bäcker, mit 1400€ Einkommen ist millionenfach wertvoller als ein millionenbezahlter Balltreter. Vom Balltreten überbezahlter Nichtsnutzer kann ich mich nicht ernähren. Von denen gibt es keine Nahrung, keine Kleidung, keine Möbel, keine Wohnungen. 3€ für ein Tshirt ist wertvoller als die unnütze Balltreterei. XovomirMittwoch, 15. Juli 2015 am 12:19

    Auch "Rola" sieht das ähnlich:

    Das soll keine Neiddebatte sein. Erkläre mir einer, warum eine Krankenschwester oder ein Feuerwehrmann 2000 im Monat bekommen, der Herr Schweinsteiger aber 1Mio ? Fußball und Formel eins, Tennis und ähnliche,sind mir dermaßen egal...Rolaum 11:46

    Wie sich die Summen generieren, dazu äußert sich "Klaus":

    Die hohen Spielergehälter(mittlerweile mehr als das 200-fache eines Normalverdieners) sind mehr als ungerechfertigt. Diese werden zu großen Teilen über Sponsoring generiert. Die Sponsoren sparen dieses Geld wieder über ihre eigenen Mitarbeiter ein. Ein Beitrag zum Auseinanderdriften von Arm und Reich. Nicht gut für den Sport.Klausum 11:51



  • Auch "Zipp" findet es absolut unverhältnismäßig, was Spitzenfußballer heutzutage verdienen! Ich sage da nur: "Angebot und Nachfrage..."

    Die Gehälter im gegenwärtigen Fussball sind absolut unverhältnismäßig. Wie kann man Gehälter jenseits der 10 Millionen Euro netto im Jahr rechtfertigen? Der Fussballweltverband sollte eine obere Gehaltsgrenze schaffen, wozu braucht beispielsweise ein Schweinsteiger 10 Millionen Euro im Jahr? Ein Arzt, Lehrer, Anwalt oder Ingenieur verdient vielleicht 2 Millionen Euro in seinem ganzen Leben...Die arbeit dieser Leute schätze ich weitaus mehr, als ein Jahr lang Fussball zu spielen und dafür das fünfache zu kassieren! Daher sollten die Gehälter für Fussballer, nach meinem Empfinden, an andere Berufsgruppen angepasst werden mit einem Gehaltsmaximum. Zumal bezweifel ich, dass die meistens Fussballer ein Studium der eben erwähnten Berufsgruppen auch nur im Ansatz bewältigen könnten. Ich bin selber ein großer Fussbalfan und schaue sehr gern zu bei den Spielen, aber die gegenwärtige Kommerzialisierung ist absolut pervers!Zippum 11:54

  • "Nils" gibt eine Antwort zum Post von "Rainer" - und auch auf die von uns gestellte Frage, ob die Gehälter - in der Relation gesehen - in Ordnung gehen oder zu hoch sind.

    @Rainer 12:04. Klar würde es keiner ablehnen. So argumentieren Wirtschaftsbosse auch. Doch steht das noch in irgendeinem Verhältnis ?! Von den 7000 € die so mancher Spieler am Tag verdient träumen manche Familien als Monatseinkommen. Und die bekommen nix weiter gesponsort.Nilsum 12:18

  • "Flaps" findet, der Fußball kannibalisiert die anderen Sportarten!

    Eigentlich müsste es heißen der Fußball kommerzialisiert die anderen Ballsportarten zu Tode.
    Immer mehr Sponsoren, immer mehr Geld, immer mehr Fernsehen nur für Fußball und es bleibt immer weniger für die anderen Sportarten. Dort sind die wahren Probleme: fehlende Mittel, Förderung und damit weniger Nachwuchs - eine Abwärtsspirale. ARD/ZDF könnten hier Vorreiter spielen und die anderen Sportarten mehr in den Vordergrund rücken... oder sie benennen ihre Sendungen um: zB. aktuelles Fußballstudio. Gleiches gilt für "Sport-Bild".Flapsum 11:57

    von Johann Schicklinski bearbeitet von Jan Vogel 7/15/2015 10:36:35 AM
  • Leser "Pillenbrett" meint, dass die EInführung einer Gehaltsobergrenze sinnvoll wäre.

    Es müssten Obergrenzen eingeführt werden, was Verkaufspreise und Gehälter betrifft. Dann würde ein Spieler wieder für den Verein auflaufen, für den er spielen möchte und mit dem er sich identifizieren kann. Was jetzt abgeht ist pervers und dient nur den Einnahmen der Spieler und der Vermittler. Selbst ein Verein wie Bayern, kann da auf Dauer nicht mithalten.Pillenbrettum 12:13

    Problematisch sehe ich dabei allerdings, dass dies für Sponsorengelder ja ohnehin nicht greift. Diesbezüglich ist auch fraglich, ob das erstrebenswert ist. Schließlich würde auch Otto Normalverdiener sich ungern vorschreiben lassen, wo er wieviel Geld verdienen darf...
  • Wir Fans haben es doch selber in der Hand. Gehen wir in die überteuerten Stadien und kaufen die unverschämt teuren Fanartikel geben wir der ganzen Kommerzialisierung ja nur recht. Zeigen wir aber die kalte Schulter, wie schon in der Formel Eins zu sehen, werden sich die Herren doch mal überlegen, für wen der Sport eigentlich ist. Für die oberen Zehntausend oder die breite Masse.Birkmenum 11:19

    Hier stellt sich die Frage:
    Ist das wirklich möglich? Wird die Bevölkerung irgendwann so genervt sein, dass sie sich vom großen Fußballspektakel abwendet?

    Eine steile, aber nicht ganz unwahre These kommt von "ballautomat": "Der Schuldige ist der Konsument!"

    Das Problem ist alle schauen es an, wenn man es boykotieren würde, Z.B. nicht im TV ansehen, dann würden einige Sponsoren abspringen da sie das Puplikum nicht mehr erreichen. Der Fussballer selbst nimmt was er kriegen kann, würde ich auch machen. Er hat auch evtl. das Problem mit 35 J. ist es aus die Bänder, Knie Gelenke sind teilweise kaputt. Und nicht alle Fußballprofis verdienen so viel Geld. Hier sprechen wir von den Topbezahlten Spielern. Also der Konsument ist in dem Sinne der Schuldige.ballautomatum 12:34


  • Auch "Andi" geht in die gleiche Richtung wie seine Vorredner

    Wer dem Kommerz nicht folgen möchte sollte es einfach nicht tun! Ich habe früher auch gerne die Sportschau gesehen. Ich war im Ordnungsdienst eines Bundesligavereins. Auch die F1 oder DTM habe ich gerne mal Live gesehen... Jetzt ist das Sky Abo gekündigt. Wenn ich die Eintrittspreise für Sport / Musik oder sonstige Veranstaltungen sehe denke ich mir: Das ist es mir nicht Wert... Ich habe mich in einem kleinen Verein am Ort angemeldet und bin da Aktiv. Deswegen weiß ich meine Freizeit sicher nicht schlechter zu nutzen als früher...Andium 12:29

  • Meiner Meinung nach wird sich die breite Masse nicht vom Fußball abwenden! Klar haben wir es als Konsumenten in der eigenen Hand, doch der Fußball ist schon viel zu lange zum Massen-Phänomen geworden, als dass diese Entwicklung umkehrbar sei! Wie sehen Sie das?
  • Ich sehe das etwas anders als mein Kollege. Um genau zu sein, sehe ich es etwas hoffnungsvoller. Was derzeit in und vor allem mit der FIFA passiert, zeugt davon, dass viele Fans weltweit übersättigt sind vom grellem Sponsorenspektakel Fußball-WM.

    Ein Bewusstsein, dass Gastgeberländer immense Kosten und Hürden auf sich nehmen, ist schon bei vielen Fans verankert. Das zeigten in den letzten Jahren beispielsweise die Anti-WM-Proteste in Brasilien.

  • "Gast 94" gibt mir recht. Ich denke, dass sich beide Seiten ungefähr die Waage halten!

    Ja das stimmt! Fußball ist ein Massen-Phänomen. Und ein Umdenken müsste schon bei unseren Kindern stattfinden. Das Fußball zwar ein Sport ist, aber letztendlich vom Geld beeinflusst wird.Gast94um 12:44

  • Was glauben Sie? Was könnte man tun, um einer problematischen Entwicklung entgegenzuwirken?

    Facebook-User "Rainer Ferslev" hat bereits einige konstruktive Vorschläge:

    Es liegt doch an uns, den Fans und Vereinsmitgliedern , das zu ändern oder den Kapitaleinfluß einzudämmen . Die meisten Bundesligavereine sind gemeinnützige Vereine , die auch die Mehrheit in den ausgegliederten Kapitalgesellschaften haben ( 50+1 ). Mit ihrer Mehrheit könnten die Vereine doch beispielsweise in die Satzung der ausgegliederten Kapitalgesellschaften eine Regelung aufnehmen , dass Gewinne oder Umsatzerlöse in einer bestimmten Größenordnung gemeinnützigen Zwecken , ausgewählt und organisiert von den Fan-Clubs der Vereine, zu Gute kommen müssen . So hätte man jedenfalls mit dem vielen Geld, das im Fußball verdient wird , etwas Gutes bewirkt !Rainer Ferslevum 11:18

  • Liebe Leser, wir kommen langsam zum Ende unserer Debatte, die wie immer leidenschaftlich und konstruktiv geführt wurde!

    Wir möchten mit diesem Beitrag von "Pitsch178" schließen, dessen Schlussfolgerung wir gerne teilen:
    Wir hoffen, dass die Schraube nicht überdreht wird!

    Ich sorge mich auch um die schnelle Kommerzialisierung des Fußballs und befürchte, dass man Gefahr läuft, die Schraube zu überdrehen. Im Moment sieht allles noch gut aus. Aber was ist, wenn die Zuschauerzahlen enorm zurückgehen und sich die Fernsehgelder nicht mehr erwirtschaften lassen? Ich hoffe, dass man bei vielen Sachen ( Eintrittsgelder, Ablösesummen usw. ) Augenmaß behält und das nicht alles ausufert.Pitsch178um 11:12

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